Datenschutz und Fitness-Armbänder: Passt das zusammen?

Datenschutz und Fitness-Armbänder: Passt das zusammen? Eine Studie der TU Darmstadt hat die Datensicherheit von Fitness-Wearables untersucht. Dabei kam heraus, dass die Daten auf allen untersuchten Trackern manipuliert werden können.
Datenschutz und Fitness-Armbänder
www.pixabay.com

 

Vor allem in Deutschland ist das Persönlichkeitsrecht besonders stark ausgeprägt. Den Deutschen liegt die Integrität der Persönlichkeit sowie dem Schutz dieser sehr am Herzen. Persönliche Daten, die im Netz oder wo auch immer angegeben werden, fallen genau unter diesen Aspekt.

 

Datenschutz und Fitness-Armbänder

Die zunehmende Digitalisierung führt dazu, dass immer mehr technische Systeme in unseren Alltag integriert werden. Nahezu jeder Lebensbereich wird bereits von Computern unterstützt oder sogar schon komplett gesteuert. Fitnesstracker sind ganz in diesem Sinn.

Als technologisches Hilfsmittel sollen sie den Menschen dabei unterstützen, Daten der sportlichen Aktivität zu messen und in Form von Statistiken herauszugeben. Hierbei werden persönliche Daten der jeweiligen Aktivität aufgezeichnet. Doch kann sich der Sportler wirklich sicher sein, dass diese Daten nur ihm gehören? Oder muss er Angst haben, dass die Daten von Drittparteien für andere Zwecke verwendet werden? Es stellt sich hier also die Frage: Datenschutz und Fitness-Armbänder: Passt das zusammen?

 

Daten können manipuliert werden

In der FAZ wurde vor kurzem ein Bericht veröffentlicht, der das Thema Datenschutz und Fitness-Armbänder genauer unter die Lupe genommen hat. Der Bericht bezog sich dabei auf eine Untersuchung, die von der TU Darmstadt zu diesem Thema durchgeführt wurde.

Bei der Untersuchung wurden 17 verschiedene Fitnesstracker hinsichtlich der Datensicherheit analysiert. Darunter einige bekannte Hersteller wie Garmin, Jawbone und Xiaomi aber auch einige Anbieter, die nicht sehr geläufig sind.

Anhand einer Testperson wurde der Versuch gestartet, die an den Server gesendeten Daten der Tracker zu manipulieren. Resultat dieses Tests war, dass kein einziger Tracker dieser Manipulation standhalten konnte. Den Wissenschaftlern ist es also gelungen, die Daten aller untersuchten Tracker zu manipulieren.

Nach Aussagen der Forscher würden zwar alle Anbieter das verschlüsselte Protokoll https verwenden, doch einen mootivierten Hacker würden diese Schutzmaßnahmen nicht davon abhalten, die Daten zu verändern.

 

Hersteller müssen aufholen

Die Untersuchung der TU Darmstadt zeigt deutlich, dass die Hersteller aufholen müssen. Potenzielle Hacker haben die Möglichkeit, bei hinreichenden Kenntnissen, die Daten der Nutzer zu ändern. Dies sollte nicht der Fall sein und steht nicht im Einklang mit den Persönlichkeitsrechten der Nutzer.

Hinterlasse einen Kommentar